Schnecken

Stachelige Turmdeckelschnecke-Thiara winteri

Thiara winteri

Eine wunderschöne kleine Turmdeckelschnecke, die im Aquarium leider nur selten ihre Stacheln ausbildet.
Nachzuchten sind meistens ohne Stacheln.
Sie graben sich ein und durchlüften den Bodengrund des Aquariums, besonders wichtig ist sandiger Bodengrund .
Bei Dunkelheit oder fehlenden Fress feinden ist sie auch tagsüber im ganzen AQ verteilt anzutreffen.
Sie vertilgen alles von Futterreste bis Aas einfach alles.
Die Thiara winteri ist getrenntgeschlechtlich angelegt, doch die Weibchen können sich wen sie alleine sind selber Befruchten,
Und sie sind Lebendgebärend.
Diese Art ist breiter gebaut als die weitbekannten M. tuberculata. Farbe braun mit dunklen Sprenkeln versehen. Es werden insbesondere in hartem Wasser und bei geringer Besatzdichte schöne kleine Stacheln ausgebildet.

 

Paradies-Schnecke-Marisa cornuarietis

Paradies-Schnecke

Achtung: Pflanzenfressend!

Die Paradiesschnecke gehört zur Ordnung der Apfelschnecken. Diese wunderschöne Schnecke ist eine Rennschnecke, d.h. sie ist ziemlich flott im Aquarium unterwegs. Deshalb sollte man sie auch min. in 54L-Becken halten. Die Haltung erfolgt am besten in einer kleinen Gruppe. Leider frisst diese wirklich schöne Schnecke Pflanzen! Man kann dies nicht mal mit intensiver Grünkostfütterung (Gemüse) unterbinden. Für die afrikanischen Barschaquarien ist die Schnecke aber auch nicht geeignet, da die ruppigen Barsche ihr empfindliches Atemrohr verletzen könnten. Am besten ist für sie ein Artbecken geeignet.

Aussehen:
Die Marisa besitzt ein flaches Gehäuse, Grundfarbe gelb mit braunen Streifen. Der Fuß ist gelblich-dunkelbraun gefleckt. Männchen haben einen runden Gehäuseeingang, der von den Weibchen ist ovaler. Das Gehäuse ist gelb mit braunen Streifen, aber es gibt auch unifarbenen in gelb. Sie besitzt ein Kiemenatemrohr.

Vermehrung:
Die Schnecke ist kein Zwitter! Sie legt gallertartige Eierpackete unter Wasser ab. Aus diesem Eierpacketen schlüpfen bis zu 100 Junge.

 

Apfelschnecken-Pomacea

Apfelschnecken ©Sebastian Pietzner

 

Leider ist es in der EU Verboten diese Tiere zu halten, zu züchten und/oder mit ihnen zu handeln.

Pomacea ist eine Gattung aus der Familie der Apfelschnecken wovon es heute noch weit über 80 Arten gibt.

AS sollten nicht nur als Nutztiere gesehen werden, es sind faszinierende Tiere, die einen immer wieder zum Staunen bringen. Angefangen damit, wie sie sich durchs Wasser bewegen, wie sie ihr Haus durch jede enge Stelle buchsieren, wie sie mit ihren „Zähnen“ die Algen von der Scheibe kratzen, bishin zum ihrer Atmung. Apfelschnecken atmen durch ein sogenanntes Siphon (Atemrohr), dazu kriechen sie zB. den AQ-Rand hinauf und fahren ihr Siphon aus, bis knapp über die Wasseroberfläche. Dann wird kurze Zeit gepumpt (es sieht wirklich wie Pumpen aus) und dann lässt man sich fallen und „segelt“ zu Boden. Das Siphon sitzt links vom Kopf.

Sie Fressen Pflanzen. Apfelschnecken sind zwar anspruchslos, aber auch sie freuen sich über Frischfutter. Es kann also nicht Schaden, ab und an mal ein Salatblatt, Stückchen Gurke etc. reinzulegen

Wer seinen Schnecken also etwas Gutes tun möchte, sowie generell seinen Tierchen, der sollte abwechslungsreich füttern.

Geschlechtsunterscheidung:
Normalerweise sind Schnecken Zwitter. Bei den Apfelschnecken jedoch gibt es unterschiedliche Geschlechter. Zur Unterscheidung: Die letzte Gehäusewindung (vom Gehäuseausgang aus gesehen) der Weibchen ist dunkler, während die Männchen die gleiche Farbe haben. [Quelle: prodigium] Das Männchen hat auf der rechten Seite einen Penis (nicht zu verwechseln mit dem Siphon links), welcher aber nur zur Paarung selber sichtbar wird. Es ist also schwer die Geschlechter äußerlich zu unterscheiden. [Quelle: Nine]

Apfelschnecke bei eiablage

Vermehrung und Aufzucht:
Das Schneckenmännchen buchsiert sich auf das Weibchen und führt seinen Penis ein. Dabei wirkt das Weibchen regelrecht gelangweilt und geht zwischenzeitlich sogar Futter suchen und kriecht durchs AQ.

Eiablage ©Sebastian Pietzner

 

Nach der Paarung legt das Weibchen nach einiger Zeit (bei mir anscheinend immer Nachts) die Eier ab. – Dabei ist dies wieder Arten abhängig. Während einige ihre Eier außerhalb des Wassers ablegen, legen manche sie im Wasser ab.
Für ersteres sollte man einen 5cm-Bereich wasserfrei gewährleisten (wenn man züchten will), das heißt 5cm von Wasseroberfläche bis zur Abdeckung oberhalb. Die Jungen schlüpfen je nach Temperatur nach ca. 2-4 Wochen.

Bei der Aufzucht sollte man abwägen, welche Fische man im AQ hat, sind es große Barsche, ist die Wahrscheinlichkeit, dass viele – alle Schneckenbabys gefressen werden, sehr hoch. Hat man zB. einzig und allein zwei Kampffische im Becken, gibt es keine Probleme. – An der Stelle muss man seine Fische kennen und inschätzen können. Es liegt also an den Gesellen, ob man die Babys seperat oder im selbigen AQ aufzieht.

In einem gut eingefahrenem Aquarium ist die Ernährung kein Problem. Bei separater Aufzucht sollte man fein zerriebenes Futter und Gemüse füttern. Die Reste sollten abgesaugt werden, oder man setzt andere Schnecken wie Turmdeckelschnecken in den Behälter, welche die Reste vertilgen. In den folgenden Tagen wachsen die Schneckenbabys Stück für Stück. Nach etwa 4 Tagen sind sie schon um die 3 mm groß. Manche Babys wachsen schneller, manche langsamer. So habe ich total unterschiedliche Größen in meinen Becken.

Im Übrigen legt das Weibchen in den folgenden Wochen mehrere „Eierwürschte“ ab. Bei mir waren es innerhalb der letzten 3 Wochen 5 Eierwürschte, die schätzungsweise je 20 – 40 Eier enthielten (Angabe ohne Gewähr).

Wer keinen Nachwuchs mehr möchte, sollte die Eiergelege rechtzeitig zB. mit einer Rasierklinge entfernen, oder aber hat Fische, denen die Babys als Futter dienen.

Eigentlich kann man sie mit allen Fischen vergesllschaften. Nur die Fische, die sie vieleicht fressen würden, sollte man nicht zu ihnen lassen (das sind z.B. Prachtschmerlen und Kugelfische).

 

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